Unser erster Familienurlaub in Norddeich

Norddeich – hier haben wir unseren ersten Familienurlaub verbracht. Natürlich waren wir schon öfter unterwegs oder haben mal ein Wochenende irgendwo anders verbracht. Doch mehr als 3 Tage waren wir so nicht weg, was auch Corona geschuldet war. Dieses Jahr haben wir es endlich geschafft, vom 15.07.22-03.08.22 in den Urlaub zu fahren.

Wir sind am 25.07 um 4:30Uhr losgefahren und waren um ca. 9 Uhr am Deich. Hier haben wir erstmal gefrühstückt und sind in die Nordsee gegangen. Sie war gar nicht so kalt, wie ich gedacht habe, lach. Danach sind wir in die Stadt Norden gefahren, haben uns da ein wenig in der Innenstadt umgeschaut, waren auf dem Markt und haben einen Kaffee getrunken.

Beim Erkunden der Norddeich-Meile habe ich diesen schönen Seehund gefunden, da konnte ich nicht dran vorbeigehen. Ich finde, sie immer noch total cool 😀

Das Hotel „Gasthof großer Krug“ in Norddeich

Am Nachmittag konnten wir im Gasthof einchecken.
Wir wurden sehr freundlich entgegengenommen, es wurde uns alles erklärt und die Unterkunft sogar gezeigt.
Das Zimmer war sehr sauber! Es war alles da, was wir gebraucht haben. Ein Bett, sogar ein Reisebett wurde uns zur Verfügung gestellt, ein Tisch mit Stuhle, Kleiderschrank, Badezimmer, Wasserkocher, TV. Falls keine Getränke vorhanden gewesen wären, gäbe es die dort auch zu kaufen. Hätte irgendwas gefehlt oder wir hätten etwas anders haben wollen, wurde uns angeboten, jederzeit Bescheid sagen zu können. Die Reinigungskraft war auch sehr freundlich und hat tolle ordentliche Arbeit geleistet, sie kam jeden Tag und hat das Zimmer ausgesaugt, die Mülleimer gelernt und sogar unsere Betten gemacht.

Das Frühstücksbüfett war sehr lecker, wurde sehr schnell nachgefüllt. Wir konnten beobachten, wie jederzeit jemand da war und nach dem Büfett geschaut hat. Tische wurden schnell abgeräumt und wieder fertig gemacht. Bernd hat jeden Tag Fisch gegessen, für ihn war es ein Traum. Ich habe meine Liebe zu getrockneten Bananen gefunden.

So, sah unsere Unterkunft aus:

Das einzige blöde war, dass wir immer so weit bis zum Hotel laufen mussten. Ansonsten kann ich dieses Hotel wirklich weiterempfehlen. Das ist meine persönliche Meinung, bekomme dafür kein Geld oder sowas. 😛

Norderney

Am zweiten Tag sind wir schon auf Norderney gefahren, mit der Fähre. Das hatte den Hintergrund, dass wir die Seehunde sehen wollten und dafür eine Schifffahrt gebucht haben. Was mein Mann nicht beachtet hat, dass die Schifffahrt von Norderney ausging, also haben wir es gleich mit einem Tagesausflug verbunden.

Die Fähren fahrt war sehr windig und schunkelig 🙂 auf der Rückfahrt von Norderney nach Norddeich sind wir sogar durch die Ebbe gefahren, das war wirklich super spannend. Denn dafür ist extra eine Fahrrinne angelegt, die ist ausgebaggert, damit die Schiffe auch bei Ebbe fahren können. Dies war für mich ganz neu, hab mich damit allerdings auch nie auseinandergesetzt.

Auf Norderney sind wir viel gelaufen und haben uns die Insel angeschaut. Wir waren in der Stadt, haben wieder Kaffee getrunken (Kaffeejunkies), haben uns den Hafen angeschaut und waren natürlich am Strand, der übrigens aus Sand besteht, anders als an der Nordsee, wo der Strand von einer Steinpackung geschützt wird. (Damit sich der Strand nicht auflöst).

Die Luft auf Norderney war super klar, ich hatte hier keinerlei Probleme mit dem Atmen. Das war wirklich toll.

Allgemein ist Norderney sehr schön und auf jeden Fall ein Ausflug wert.


Die Seehunde Schifffahrt war so lala. Zuerst haben wir keine Seehunde gesehen, es war ziemlich langweilig, vor allem für unseren kleinen. Erst fast zum Ende hin, sind wir nochmal an einer Insel vorbeigekommen, bei denen ganz viele Seehunde waren. Da war die Konzentration und das Interesse unseres kleinen schon wieder verflogen. Nochmal würde ich die Schifffahrt nicht buchen, das ist jedoch zum Glück jedem seine eigene Entscheidung.

Tag 3 am Norddeich

Na gut, eigentlich waren wir gar nicht am Norddeich, sondern irgendwo in einem Dorf. Dort haben wir eine Freundin besucht, die ich in der Klinik kennengelernt habe. Wir haben Kaffee getrunken (mal wieder) und Kuchen gegessen. Am Abend haben wir schön gegrillt, wo wir ganz neue Gerichte wie gegrilltes Hack kennenlernen durften, das war echt lecker, gibt es hier bei uns aber nicht. Es war ein sehr schöner Nachmittag, auch wenn mein Sohn erstmal den Hunden Freilauf gewährt hat. Gott sei Dank, haben wir alle unversehrt wieder gefunden.

Ich durfte bei meiner Freundin auf einem Pferd reiten, was ich ganz besonders toll fand. Natürlich war H. auf dem Pferd und hat seine Runden gedreht. Er reitet sowieso voll gerne.

Auf dem Rückweg zum Hotel mussten wir immer am Deich vorbei. Hier habe ich zum ersten mal die Schafe gesehen 🙂

Städtetrip

Am vierten Tag haben wir uns ganz viele verschiedene Städte angesehen. Dies hatte den Hintergrund, dass wir eigentlich in das Waloseum wollten. Bernd uns aber in den falschen Bus gelotst hat, sodass wir in Norden standen und nicht zum Waloseum gekommen sind. Nachdem wir nach Stuuunden, endlich wieder am Norddeich waren, haben wir uns dazu entschieden, nach Greetsiel zu fahren. Mit dem Auto – denn die öffentlichen Verkehrsmittel sind dort oben wahrlich nicht gut ausgebaut.

Greetsiel ist wirklich sehr schön, vor allem der Mittelpunkt Hafen. Die ganzen Schiffe, Fischerboote und das Zubehör, waren sehr beeindruckend, doch viel mehr gab es hier auch nicht. Nachdem wir dort ein wenig spazieren waren und etwas getrunken, Kaffee, richtig, sind wir auch schon wieder gefahren. Dadurch das es nichts so richtig tolles für Kinder gab, war es auch für unseren kleinen sehr langweilig.

Nach Greetsiel sind wir nach Emden gefahren. Hier habe ich meinen allerersten Royaldonut gegessen und er war so kööööstlich. 🙂 Hier haben wir nur ein wenig gebummelt und uns die Stadt angeschaut. Es war ja schon spät am Abend, sodass auch keine Geschäfte mehr aufhatten.

Auf dem Hinweg nach Norden haben wir eine Tierrettung beobachten können, das war sehr spannend. Es kam jemand von der Feuerwehr und hat eine Drohne steigen lassen, um zu sehen, was wirklich in der Nordsee los war. Dass es eine Tierrettung war, haben wir später erst im Internet gelesen. Außerdem habe ich an diesem Tag etwas Verrücktes getan und bin mit meinem Sohn einen Berg heruntergerollt. Als Kind war das eindeutig einfacher 😀

das Waloseum & die Seehundestation

Am 29.07 haben wir es dann doch in das Waloseum geschafft. Wir wurden sehr freundlich und kinderfreundlich begrüßt. Der Eintritt war mit 10,- auch nicht teuer. Das, was im Waloseum alles geboten wird, ist echt der Wahnsinn. Wir konnten die Quarantäne Station der Seehunde sehen, viel ausprobieren und uns anschauen. Der kleine Mann war begeistert, von den vielen Knöpfen und Lichtern, die er drücken konnte. Was ich besonders toll fand: Das Waloseum macht auf Müll am Strand und im Meer aufmerksam. Es ist sehr traurig, was dort alles an Müll abgelagert wird und die Tiere daran sterben. Auch konnten wir etwas über Watt lernen, was super toll war.

Im Waloseoum wurde darauf geachtet, dass Familien einzeln in die Räume gehen, damit die Hygienemaßnahmen wegen Corona auch gegeben sind. Das Waloseum bekommt auf jeden Fall eine riesige Empfehlung vom Herzen, auch wieder Werbung ohne Geld etc.

Die Seehundestation hat uns dafür sehr enttäuscht. Ja, wir haben Seehunde gesehen, große und kleine. Jedoch war es sehr dolle überfüllt, ganz anders als im Waloseum. Abstand wurde da kaum gehalten, es war eine Katastrophe und im Waloseum haben wir eindeutig mehr Spaß und zu sehen gehabt. Sehr schade, aber für eine andere Familie, kann es wieder ganz toll sein.

Dafür war der Spielplatz an der Seehundestation im Park super. Hier haben wir auch einige Stunden verbracht. Da ist wirklich sehr viel für die Kids geboten, zum Klettern, rutschen, nass machen, alles dabei 😀

Der schönste Abend

Am Abend sind wir noch zum Strand gegangen.
Dort haben die Männer ein wenig im Sand gespielt, gebuddelt, Wasserstraßen gebaut, auch die Mama wurde eingebuddelt. Ich habe ein wenig gehäkelt und die Zeit genossen.

Irgendwann als das Wasser weg war, sind wir noch in den Watt gegangen. Da hatte mein kleiner besonders viel Spaß („Matscheeepaampe“) natürlich sind wir vorne am Strand geblieben, denn dass Wattwanderungen auf eigene Faust gefährlich sein können, wissen wir ja.

Am Abend ging es für uns dann zur Drachenwiese, da war Feuerwehrfest.
Hier haben wir den ganzen Abend verbracht und Janin mit Ihrer Familie kennengelernt. Es war als würden wir uns schon Jahre kennen. Die Kinder haben alle sofort zusammen gespielt und sind unterwegs gewesen. Nichts Fremdes war zu bemerken, wir hatten alle zusammen super viel Spaß, haben gesungen, getrunken und Hula-Hoop gemacht, lach.

Zum ersten Mal seit Monaten stand ich mal wieder länger, als 3 Minuten im Reifen. Ich wurde sogar bejubelt und beklatscht, gefilmt und gefeiert. Es war richtig toll und doch bin ich erstaunt, über mich selber, dass ich mich das getraut habe.

Wilhelmshaven

Natürlich mussten wir auch ein Tagestrip nach Wilhelmshaven machen. Hier waren wir Shoppen, okay ich. Gott sei dank, habe ich auch etwas Neues zum Anziehen gefunden. Das war gar nicht so leicht, denn die meisten Geschäfte bieten nur Kleidung bis 42/44 an und dann sind es gefühlt Klamotten für 38. :/

Am Nachmittag waren wir im Marinemuseum.
Neben der Geschichte im herkömmlichen Museum, gab es auch Schiffe, auf die wir darauf konnten, sowie ein U-Boot. Das war natürlich für unseren Kleinen richtig spannend und super, überall durchzuklettern und sich Schiffe anzuschauen, was gibt es für Jung besseres? Nein, im Ernst, auch für mich war es super spannend. Auch das Marinemuseum kann ich wärmsten Empfehlen, wir waren fast 4 Stunden hier, haben in der Zeit auch alles geschafft, der Eintrittspreis lohnt sich auf jeden Fall.

Strandparty

Am Abend waren wir noch in Neuharlingersiel.
Hier habe ich zum ersten Mal eine Strandbar und Strandparty erlebt. Auf dem Dach des Cafe´s saß ein Mann mit seiner Gitarre und hat Raggy Musik gemacht. Das ist zwar nicht ganz mein Geschmack, aber den Leuten hat es wohl gefallen. Denn viele haben getanzt und einige auch nur gechillt.

Ich habe dann endlich mal einen Sex on the Beach trinken können und ebenfalls mit meinem Sohn getanzt. Ich hatte zwar keine Ahnung, wie ich mich zu der Musik bewegen sollte, aber es war witzig.

Norddeich Wetter am 31.07

Unser Wetter war sowieso schon die ganzen Tage sehr windig und regnerisch. Doch am 31. wo wir eigentlich den ganzen Tag beim Feuerwehrfest sein wollten, hat es ständig geregnet, aus allen Eimern.

Trotzdem haben wir ein wenig mitnehmen können. Eine Wattrettung haben wir uns angesehen. Das war echt spannend. Die Feuerwehrleute mussten Ihre Watthosen ausziehen, da sie im Watt festgesteckt waren. Das Wasser kam. Es war wirklich sehr interessant. Bei der Übung wurde auch erklärt, warum es so gefährlich ist, alleine im Watt spazieren zu gehen. Wir haben es auch ganz deutlich sehen können. Denn ohne Hilfe wäre der Mann da nicht mehr herausgekommen.

Außerdem haben wir mit unserem Sohn eine Schulung zum richtigen Busfahren mitgemacht. Dass Kinder rückwärts sitzen sollen, war mir neu, es wurde aber mithilfe einer Vollbremsung bei 2km/h und 20km/h sehr deutlich, warum das so ist. Eine Dame, die vor uns saß, ist bei 2km/h schon halb auf Ihr Kind gefallen, welches vor Ihr im vierer Sitz saß und hat dann noch das Kind beschimpft, dass es sitzen solle. Es war echt traurig mit anzusehen. Wir haben jedenfalls sehr viel gelernt und sind sehr froh darüber, diese Erfahrung gemacht zu haben.

Das Ocean Weave in Norddeich

Hier kopiere ich einfach Mal meine Googel-Rezension ein, ich denke, sie sagt alles aus.

Anhand der Bewertungen habe ich mir wirklich mehr versprochen. Das Wellenbad und der Strudel sind eine schöne Attraktion. Wir kennen diese Dinge allerdings wesentlich schöner aus Wolfsburg. Für verregnete Tage ist es durchaus eine Abwechslung. Vorausgesetzt, der Fußboden wäre sauber und auf schrägen gehört meines Erachtens und so wie ich es aus Wolfsburg kenne, eine rutschfeste Matte oder Steine. Mein Sohn ist schlimm gefallen, da helfen auch die rutsche schilder und Badeschuhe nichts. Das Bad ist leider sehr hellhörig, so laut habe ich es noch nie erlebt und wir gehen in vielen Bädern. Der Außenbereich ist hübsch gemacht. Das Restaurant ist eine Katastrophe. Der Mitarbeiter ruckelt sich ein ab, sie sind nur zu zweit. Er kann nichts dafür, dass wir 9.70 für eine Pommes und zwei Kaffee bezahlt haben und die Pommes noch latschig serviert wurden. Kaffee hat 10 Minuten gedauert, mit der Aussage, es müssen erst Tassen gespült werden. Die Tabletts und Tassen standen überall herum, klar wie soll man diese Menschenmenge zu zweit handhaben? Die Spinde sind teilweise defekt, genau wie der Fahrstuhl. Barrierefreiheit ist bedauerlicherweise etwas anderes! Das Personal ist jedoch sehr freundlich und aufgrund der Aufmachung des Bades, um Familien etwas zu bieten, gibt es zwei Sterne.

Dies ist natürlich nur unsere persönliche Meinung.

Werdumer Haustierpark

Am 01.08 waren wir in Werden im Haustierpark.
Der Eintritt hat 2,-€ gekostet und für Kinder gar nichts. Also, leisten kann sich das wirklich (hoffentlich) jeder, denn es lohnt sich. Es gib ein Streichelgehege mit Schafen, was ich besonders toll fand. Ähm, ich meine natürlich meinen Sohn, lach.

Die Tiere haben sehr viel Freilauf und eine wunderschöne Wohngegend bekommen. Ich war wirklich erstaunt darüber, wie wunderschön, dieser Park trotz des wenigen Eintrittsgeldes gemacht ist.

Am anliegenden Park gibt es auch ein Spielplatz, ein super Restaurant, eine Minigolfanlage und noch ein paar mehr Aktivitäten zu besuchen. Wir haben uns nur auf den Tierpark beschränkt und sind danach wieder zum Norddeich gefahren. Denn hier haben wir uns nochmal mit Janin und Ihrer Familie getroffen, den Nachmittag einfach am Strand entspannt.

Am Abend waren wir nochmal essen.

Am 02.08 sind wir nach Hause gefahren. Einen Tag früher wie geplant, da ich am 03.08 nochmal in die MHH zur Kontrolle musste.
Außerdem sind wir am 03.08 am Nachmittag zusammen mit meinem Papa nach Oberfranken gefahren und haben dort das Kulmbacher Bierfest und die Schwiegereltern besucht.

Fazit

Der Urlaub am Norddeich war sehr teuer (Gott sei dank haben wir gespart) und trotzdem sehr schön. Ja, ich hatte manchmal, ok sehr oft, Probleme mit meiner Luft, aber ich habe mich davon nicht unterkriegen lassen.
Ich habe festgestellt, dass ein Hotel mit Halbpension nichts für uns ist. Eigentlich wollte ich etwas Gutes tun und uns verwöhnen lassen, aber da wir kein Abendbrot hatten, war es echt schwierig, sodass wir oft essen gehen mussten oder uns einfach bisl was eingekauft haben und im Hotel gegessen. Deshalb würde ich das nächste Mal einen Bungalow oder eine Ferienwohnung bevorzugen. Ich denke, das ist bei jedem unterschiedlich, es kommt wohl darauf an, worauf man seinen Fokus legt.

Mir tat der Urlaub sehr gut und das ist wichtig. Meiner Familie tat der Urlaub natürlich auch gut, der kleine hat sich gefreut und mein Mann.. Tja, er wurde gezwungen, nein Spaß 🙂 ihm hat es auch sehr gefallen. Wir kommen sicherlich wieder nach Norddeich, wie gesagt in einem Bungalow. 🙂

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