Kirchberg Klinik

Kirchberg Klinik.
Ich habe beschlossen, meine persönlichen Erfahrungen der Rehakliniken niederzuschreiben.
Es gibt ja doch immer wieder Personen, die es interessiert und Bewertungen lesen. Natürlich muss man dazu sagen, dass jede Person eine Klinik anders wahrnimmt und andere Erfahrungen macht. Das liegt auch einfach an dem individuellen Befinden und weshalb man dort ist.

Die Reha in Bad Lauterberg ist meine 3. Reha gewesen, an die ich mich erinnern kann.
Tatsächlich von der Umgebung und Aufmachung der Klinik, eine der Besten die ich bisher gesehen habe. Aber, lies selbst und wenn du magst hinterlasse doch deine Meinung.

Die Begrüßung in der Kirchberg Klinik

Ich wurde von zu Hause mit einem Bus von der Klinik direkt abgeholt, der Fahrer war super freundlich, wir haben uns gut unterhalten. An der Klinik angekommen, habe ich gedacht, ich stehe vor einem Hotel. Der Eingangsbereich ist für eine Rehaklinik wahnsinnig schön gestaltet. Ich ging in die Klinik rein und war wirklich erschlagen. Eine Rezeption und Gestaltung des Eingangsbereiches, das habe ich wirklich in keiner Klinik gesehen. Wahnsinnig schön, aber, wir wissen ja, darauf kommt es selten an. 🙂

Ich habe mich angemeldet an der Rezeption, wurde wirklich herzlich in Empfang genommen.
Da wir 2022 schreiben in dem der Virus „Covid“ herrscht, wurde Temperatur gemessen, Impfpass angesehen, ein paar Unterschriften und dann wurde ich schon herumgeführt. Außerdem wurde mir geholfen, meine Koffer auf das Zimmer zu bringen.

Es gab im Erdgeschoss Wasserspender, an denen man sich kostenlos Wasser nehmen konnte. Kaffee musste bezahlt werden, aber es gab eine Kaffeezeit, in der man sich in dem Speisesaal kostenfrei Kaffee nehmen konnte. Auch sind einige Räume vorhanden gewesen, in denen man sich mit anderen Rehapatienten treffen konnten. Am schönsten war für mich persönlich der Aufenthaltsraum mit Klavier, da wir tatsächlich Patienten dabei hatten, die wunderschön Klavier spielen konnten.

Mein Zimmer in der Kirchberg Klinik

Erinnerte mich an ein 5Sterne Hotel.
Unter diesen Textabschnitt, hier, findest du Bilder aus dem Zimmer.
Eine riesige Glasfront, mit einem richtig tollen Ausblick. Das war wirklich der Wahnsinn, ein Riesenbett für mich gaaaanz alleine, war zwar im ernsten Moment ungewohnt, aber, dann war es super. Es gab super viele Staufächer, einen Schrank und ein Safe. Es war alles sauber und ordentlich, wurde auch regelmäßig geputzt. Nur meine Ablage am Bett nicht – vielleicht weil, ich da alles mit Bücher voll gestellt hatte. 😀

Im Bad gab es ebenfalls, viele Staufächer, eine ebenerdige Dusche und ein Fenster wodurch du in den Raum nach draußen schauen konntest. Das war ein ganz tolles Gefühl. Ein Riesen-Spiegel – einfach wow.

Ich hatte auch einen Balkon am Zimmer.

Wie gesagt, schau dir die Bilder an. Das Zimmer war wirklich Klasse. Ich persönliche habe mich da wirklich sehr wohlgefühlt.

Internet gibt es dort in der Klinik umsonst, dafür musst du aber den TV bezahlen. Das hat viele Menschen gestört. Doch ganz ehrlich? In anderen Kliniken hast du den TV umsonst und dafür kein Internet, also ob ich nun dies oder dies bezahle, ist wohl gehupft wie gesprungen. 🙂

Das Personal

War stets immer freundlich. Egal, in welcher Abteilung ich mich aufgehalten habe, ich habe nie jemanden getroffen, der irgendwie unfreundlich war oder nicht geholfen hat.

In der Klinik gibt es nämlich kleine Fachbereiche wie z.B

  • Medizinische Abteilung
  • Physio Abteilung
  • Psychologische Abteilung

Dementsprechend gibt es Oberärzte, Ärzte, Therapeuten, Psychologen, Physiotherapeuten, Diätassistentin , Putzfeen, Restaurantfachfrauen. Ach, so viele verschiedene Menschen, die alle einen wundervollen Job machen.

In der medizinischen Abteilung habe ich mich sehr oft und viel aufgehalten, da ich ständig mit meiner Luft kämpfen musste und ich war wirklich begeistert. Mir wurde immer geholfen, egal bei welchem Anliegen, sogar beim Öffnen meines Kaffeebechers.

Ich hatte eine Oberärztin als Ansprechperson. Manchmal ist es auf den ersten Blick sehr schwierig zu verstehen, warum diese Menschen so reagieren, wie sie reagieren. Aber, wir dürfen nicht vergessen, dass diese Ärzte entscheiden, wie es mit uns und dem Arbeitsleben weiter geht. Es kommen auch sehr viele schwarze Schafe in die Klinik und haben einfach kein Bock zu arbeiten, dies muss natürlich herausgefiltert werden. Manchmal haben auch Ärzte einfach schlechte Tage. Ich denke, man darf nicht immer alles so ernst nehmen.

Die Anwendungen

Die Pneumologische Abteilung gibt es noch gar nicht so lange in der Kirchbergklinik. Dementsprechend gibt es auch noch nicht so viele Anwendungsbereiche. Was jeden Tag gelaufen ist:

  • Lungensport
  • Atemtraining
  • Ergometer

Für mich persönlich könnte da etwas mehr Abwechslung hereingebracht werden. Ich meine, die Therapeuten haben sich alle sehr viel Mühe gegeben und Ihre Anwendungen auch abwechslungsreich gestaltet, aber, ich kenne halt auch andere Rehakliniken, wo es in Bezug auf die Atmung mehr Therapien gibt. Vielleicht ist dies ja in Arbeit.

Ansonsten standen auf meinen persönlichen Therapieplan:

  • Terraintraining in versch. Stufen
  • HydroJet (ein Wasserbett, welches dich massiert)
  • die Arzttermine
  • Konzentrationstraining
  • Bewegungsbad
  • 1x die Woche Covidtest
  • Psychologische Gespräche

Und natürlich, was gehört zu jeder Reha dazu? Natürlich,

Vorträge

Wenn du schon so oft wie ich auf Reha warst, hast du schon sehr viele Vorträge gehört. Wenn du auch selber noch Vorträge hältst, weil, du z. B. Ausbilder:in bist, hast du auch Erfahrungen in dem Bereich.

Das bedeutet also, ich bin sehr penibel in Sachen Vorträge.
Es gab genau zwei Vorträge, die richtig gut gehalten wurden. Ansonsten habe ich immer etwas auszusetzen gehabt, aber wie gesagt, das ist wohl einfach meine persönliche Erfahrung und Charaktereigenschaft.

Das Kirchberg-Restaurant

Im Ernst, der Speisesaal hat einen eigenen Punkt verdient und es auch mehr wie verdient „Restaurant“ genannt zu werden.

Du hast morgens und abends Büfett, an dem du alles von Wurst bis Käse, Brötchen, Brot und Salate bekommst. An versch. Tagen der Woche gibt es auch Sondergerichte am Abend wie z.B Grillabend, griechischer Abend.

Das Mittagessen wird dir zum Tisch gebracht, es gab jeden Tag eine Nachspeise und du konntest dir wieder Suppe oder Salat vom Büfett holen. Zwischen den versch. Gerichten konnte man wählen und das Essen war IMMER gut. Es gab nicht ein Tag, an dem ich schlechtes Essen hatte. Diesen Koch wollte ich gerne mit nach Hause nehmen, leider wurde mir das nicht erlaubt.

Ich für meinen Teil habe eher zugenommen anstatt abgenommen während meines Aufenthaltes. Einfach weil, das Essen so gut war.

Allerdings gab es auch ein Punktesystem am Buffet. Da werden Fettpunkte gezählt, diese bekommt man von seinem Arzt verordnet. Dazu gibt es aber eine Schulung.

Die Umgebung Bad Lauterberg

Viel weiter habe ich es nicht geschafft, denn ohne Auto, bist du dort aufgeschmissen.

Nicht weit von der Rehaklinik ist ein Lidl und nach 10 Minuten Fußweg ist man auch in der Innenstadt mit vielen Cafés und kleinen Geschäften. Auch einen Rewe & Kik habe ich gefunden. Sehr viele Apotheken gibt es auch 🙂 Also, eigentlich gibt es in Bad Lauterberg alles zum Überleben.

Sehr schön ist der Kurpark, mit einem Riesen Spielplatz für die Kleinen und dem wundervollen Bach.

In die andere Richtung gegangen, findet man die „Baude“ ein Riesensee und einer ganz tollen Location für Urbexer. Hier kann man wirklich toll Spazieren gehen. Ich habe es dort genossen.

Auf den Hausberg kommt man mit einer kleinen offenen Gondel, die etwas in der Stadt liegt. 4 Euro habe ich für hoch und runter bezahlt. Es lohnt sich auf jeden Fall. Auf den Bismarckturm bin ich nicht gegangen, zu Fuß hätte ich es nicht geschafft und einen Bus anrufen, der mich da hochbringt, wollte ich nicht.

Durch Corona gab es nicht so viele Freizeitaktivitäten. Das ist aber nicht schlimm gewesen, denn die

Kirchberg Therme

Hat jeden Nachmittag für Patienten geöffnet. Sie ist sehr klein, aber wirklich süß gemacht & eingerichtet. Somit habe ich mich dort ganz viel aufgehalten und sauniert. 🙂

Fazit

Wenn es mir etwas besser gegangen wäre von der Luft, wäre es eine richtig tolle Reha gewesen.

Ich würde mir wünschen, dass sich die Rehaklinik noch ein bisschen mit anderen Kliniken austauscht, für die Anwendungen spezifisch auf Atemwegserkrankungen.

Ansonsten war alles super.
Ich persönlich würde auf jeden Fall wieder kommen.
Ich habe selten so viele tolle Menschen kennengelernt, die alles geben, damit die Patienten wieder auf die Beine kommen und einen guten Aufenthalt haben.

An dieser Stelle, Respekt an Familie Gollee´, dass Sie so etwas Tolles auf die Beine gestellt haben und ein riesengroßer Dank an alle Mitwirkenden.

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