Monatsrückblick: Januar 2022: Trauriger Monat

Mein Januar im Mai. Mein erster Rückblick Blogartikel war mein Jahresrückblick 2021.
Nun im Mai 2022 habe ich beschlossen, könnte ich ja auch regelmäßig Monatsrückblicke schreiben. Ziemlich spontan, oder? Lach, so bin ich halt – Strukturiert, unstrukturiert. Aber, dieser Monat bleibt in Erinnerung, denn:

Der Januar fing nicht gut an

Am 29.12.21 ist mein geliebter Opa verstorben.
Somit war die erste Januarwoche noch voller Trauer und Sehnsucht gezeichnet.
Am 01.04.22 haben wir als Familie den Termin bei der Freirednerin Inga gehabt. Sie war wirklich sehr liebevoll. In einer kleinen Runde konnten wir in Erinnerungen schwelgen & von Opas Leben erzählen.
Ein paar Tage später, am 08.01.22, war die Trauerfeier. Wir haben eine öffentliche größere Trauerfeier gehabt, da es sehr viele Menschen gibt, die meinen Opa gekannt haben. Durch den Schützenverein, Angelverein, durch seine Arbeit und Engagement.

Auch die Woche danach vom 10 bis 16.01.22 war es nicht wirklich besser.
Ich habe immer noch viel geweint, viel getrauert. Trotzdem musste ich zum Steuerberater und hatte ein Vorstellungsgespräch, welches ich letztendlich abgelehnt habe. Heute weiß ich: Gott sei Dank! Ich bin ja sowieso der Meinung, dass alles im Leben einen Grund hat.

Am 17.01.22 war die Urnenbeisetzung.
Diese haben wir im kleinsten Kreis verbracht. Komisches Gefühl zu wissen, dass mein Opa nun unter der Erde liegt. Doch im Endeffekt geht irgendwann alles dorthin zurück, wo es herkam.

die letzten 17 Januar Tage

Komische Überschrift, oder?
Doch nun im Mai kann ich dir sagen: Die ersten 17 Tage im Jahr 2022, waren die letzten Tage meines normalen Lebens, geprägt von Trauer, wie du eben gelesen hast. Warum ist das so?

Na ja, ich wurde am 18.01.22 das 3x geimpft und seitdem hat sich mein Asthma mega verschlechtert. Mir ging es wirklich nicht gut, nach der Impfung. Zu dem Zeitpunkt habe ich es als normale Impfnebenwirkung abgetan.

Ich habe meine letzten Hula-Hoop Kurse gegeben, wenn ich dies gewusst hätte, hätte ich sie vermutlich noch ein bisschen mehr genossen, als ich es so schon getan habe. Es tut im Herzen weh, dem nicht mehr nachgehen zu können.

Meine zweite Leidenschaft, Erste-Hilfe-Kurse geben, habe ich seitdem auch nicht mehr nachgehen können. Somit habe ich am 25.01.22 auch meinen erstmal letzten Erste-Hilfe-Kurs gegeben. Interessant ist, dass es über Hospizvereine sogar den letzten Erste-Hilfe-Kurs gibt. Kannte ich nicht, aber ich finde es wirklich toll, dass Familien so unterstützt werden, wenn man dies möchte.

Auch habe ich das letzte Mal mit Feuer gespielt.
Dies ist auch mein absolutes Highlight im Januar, denn es war die erste Session mit Bernd zusammen.

Meine erste Session mit Bernd zusammen ♥ mein Highlight im Januar

24. Januar 2022

An diesem Tag hatte ich meinen Routine-Termin in der Medizinischen Hochschule Hannover.
Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben 78% Lungenfunktion erreicht. Mein Gott war ich stolz darauf!
Der ganzen Welt habe ich es erzählt, was Sport, Medikamente und gesunde Ernährung alles bewirken können. Ich habe doch nicht geahnt, dass es mein Hoch vor dem tiefen Fall war. Wer rechnet auch damit? Ich meine, dass in meinem Leben nie alles glattlief, ist eine Sache, aber dass ich

4 Tage später

im Krankenhaus

Mit einer nicht invasiven Beatmung im Krankenhaus liege, damit habe ich nicht gerechnet.

Am 28.01.22 10 Tage nach meiner Impfung, kam der komplette Zusammenbruch. Es ging nichts mehr, ich hatte keine Luft mehr. Passiert ist es morgens, als ich mich für den Erste-Hilfe-Kurs fertig machen wollte. Ich war duschen und dies war so anstrengend, dass ich einfach nicht mehr aus meiner Atemnot rauskam. Der Rettungsdienst kam.

Sie haben mich hier zu Hause vor Ort behandelt. Was ich allerdings dem Rettungsdienstpersonal heute noch vorhalte: Niemand hat sich umgeschaut, denn in dem Moment als mir die Beatmung angebaut wurde, drehte ich meinen Kopf zur Seite und sah: Mein Sohn sitzt zusammengekauert unter dem Wäscheständer. Ich bin innerlich an tausend Tode gestorben, mein Mutterherz ist zerbrochen und zersprungen zugleich. Diese Gefühle kann ich kaum in Worte fassen, zu sehen, wie meinem Sohn die Tränen der Wange runterlaufen und er einfach nur dasitzt und zusieht.

Nunja, die letzten 4. Januar Tage lag ich also im Krankenhaus auf Station. Zugedröhnt mit Morphium, ständig am Sauerstoff hängend.

Es gab auch glückliche Tage

Natürlich war nicht alles schlecht im Januar.
Es gab auch gute Tage, Tage, an denen ich mich gut fühle und gearbeitet habe.

Positiv war:

  • Ich habe Blumen geschenkt bekommen
  • die beiden Erste-Hilfe-Kurse
  • meine Feuerhoop Session
  • die gute Lungenfunkiton in der MHH
  • meine Hoopkurse
  • meine Gartenarbeit

Mein Opa hat sich sehr gerne in seinem Garten aufgehalten.
Nun, ich habe diesen übernommen und durfte mit Absprache mit meiner Familie weiterhin Nutzfläche behalten, war nicht ganz soviel aber, trotzdem 6 Felder, 2 Hochbeete, 1 Tomatenhaus und das Gewächshaus.

Die weiteren 3 Hochbeete und 2 Tomatenunterschlüpfe haben wir abgebaut. Es war traurig, aber, hat auch Spaß und Seelenfrieden gebracht, etwas im Garten zu werkeln.

Mehr zu meinem Asthma: Asthmalebenslauf

Beitrag erstellt 52

Ein Gedanke zu „Monatsrückblick: Januar 2022: Trauriger Monat

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Verwandte Beiträge

Beginne damit, deinen Suchbegriff oben einzugeben und drücke Enter für die Suche. Drücke ESC, um abzubrechen.

Zurück nach oben
%d Bloggern gefällt das: