Die Ursache der Depression

Was ist die Ursache meiner Depression? Warum trifft es mich? Was habe ich falsch gemacht?
Fragen, die ich nur zu gut kenne, die du vielleicht auch kennst. Ich würde sogar behaupten, dass ganz viele andere Menschen sich ebenfalls über diese Fragen einige Gedanken machen. Aus dem Grund habe ich das ganze einmal beleuchtet und werde dich jetzt in mein Ergebnis einweihen. 🙂

Die Ursache ist ein Zusammenspiel

Erst einmal möchte ich dir sagen, das jeder Mensch eine depressive Erkrankung bekommen kann. In Deutschland sind 5,3 Millionen Menschen daran erkrankt. Das warum ist tatsächlich noch gar nicht zu 100 % belegt. Bis vor einiger Zeit wurde, ein Serotonin Mangel in Betracht gezogen, dieses wurde allerdings widerlegt, da sich die Wissenschaft nicht zu 100 % sicher ist.

Es gibt das sogenannte

Vulnerabilität-Modell – ein tolles Modell zum Verstehen der Ursache

Welches besagt, dass Depressionen durch ein Zusammenspiel von Verletzlichkeit, Belastungen und Bewältigungsstrategien entstehen können.

  • Die Vulnerabilität ist die allgemeine Verletzlichkeit/Anfälligkeit.
  • Unter Belastungen verstehen wir den allgemeinen Stress.
  • Und die Bewältigungsstrategien sind wichtig, um einer Depression vorzubeugen.

Körperliche und psychische Faktoren, die, die Vulnerabilität ausmachen können:

  • Genetische Faktoren
  • Familiäre Faktoren, frühe Verlusterlebnisse
  • Depressionsfördernde Einstellungen
  • schlechtes Selbstwertgefühl

Belastungen können sein:

  • Verlust eines Menschen
  • Veränderungen in der Familiensituation
  • Stress am Arbeitsplatz
  • Arbeitslosigkeit
  • Umzug in eine neue Stadt
  • Chronische Überforderungen
  • wenige Sozialkontakte (Ich denke, es kommt darauf an. Denn wenn ich 8 Stunden mit Menschen arbeite, bin ich froh, wenn ich später meine Ruhe habe und niemanden sehen muss)
  • Weitere Faktoren können sein:
  • Erkrankungen der inneren Organe dazu zählt übrigens auch unser Asthma
  • Hormonelle Erkrankungen, z.B bei Frauen in der Menopause
  • Infektionskrankheiten
  • Neurologische Erkrankungen

Aber mal ganz ehrlich? Wer steckt solch schwere Erkrankungen einfach so weg?
Ich denke, viele Menschen und vor allem manche Ärzte vergessen das.

Zu den Bewältigungsstrategien kommen wir separat.

Stell dir vor:

Du bist eine Regentonne.
In dir ist ein gewisser Grundspiegel an Wasser vorhanden, z. B. durch genetische Faktoren, familiäre Faktoren. Plötzlich regnet es wie in Strömen, und zwar: Stress auf der Arbeit, Verlust eines Menschen oder eine Veränderung in der Familiensituation. Du, also die Regentonne wird immer voller. Nun kommt der dritte und wichtigste Punkt: die Bewältigungsstrategie. Die Regentonne hat keine Bewältigungsstrategie, sie saugt den Stress einfach nur so auf & die Depressionserkrankung wird geboren.

Gute Nachricht: Du kannst lernen, mit dieser Erkrankung umzugehen, indem du Frühwarnzeichen lernst zu erkennen & Bewältigungsstrategien erlernst.

Was ich dir mitgeben möchte

Der Therapeut in der Klinik sagte immer:

"Es gibt nicht DIE Depression, es gibt nur die (Name)-Depression" 

Diesen Satz finde ich richtig toll, denn er besagt, dass jeder Mensch individuell ist und es sich nicht lohnt sich zu vergleichen. Denn egal, was wir für eine Erkrankung haben, sie äußert sich bei jedem Menschen anders. Tausch dich aus, such dir Hilfe, aber bitte bleib immer du selbst, ohne Vergleich. ♥


Bitte bedenke, dass ich kein Arzt oder Wissenschaftler bin.
Ich habe dieses Modell in der Klinik kennengelernt und für mich zusammengefasst.

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