Chronisch Krank

Chronisch krank sind heut zutage ja wirklich sehr viele Menschen. Laut dem Ärzteblatt ist jeder 2. Deutsche chronisch krank. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

Ich denke, viele Menschen wissen das gar nicht oder gehen mit Ihrer Krankheit locker flockig, larifari um. Vielleicht sind auch viele Menschen nicht schwer krank genug, um anderen chronisch kranken Menschen, Sätze sagen zu müssen wie:
– Du bist doch viel zu jung um krank zu sein,

Keiner der Dich kennt, kann beurteilen, ob Du krank bist oder nicht. Es sei denn, sie haben über Nacht Medizin studiert 🙂 und die Menschen, die Dich gar nicht kennen – ja, von denen wollen wir gar nicht erst reden.

Doch was ist eine chronische Erkrankung?

Tatsächlich gibt es dafür keine eindeutige medizinische Definition, spannend oder?

  • Laut WHO, der  Weltgesundheitsorganisation, werden alle Krankheiten als chronisch bezeichnet, die lange andauern und sich im Verlauf meist verschlimmern.
  • Das Robert-Koch-Institut definiert chronische Krankheiten als solche, die zum einen nicht vollständig geheilt werden können. Zum anderen bedürfen sie einer andauernden oder wiederkehrenden Behandlung.
  • zu chronischen Krankheiten werden im Allgemeinen Herz-Kreislauf-Erkrankungen gezählt wie etwa die koronare Herzkrankheit oder der Schlaganfall.
  • Ebenfalls chronisch ist der Diabetes. Daneben zählen chronische Atemwegserkrankungen wie etwa die Lungenkrankheit COPD dazu.
  • Auch Krebs ist eine chronische Erkrankung.
  • Laut der Begriffserklärung müssten auch Autoimmunerkrankungen wie beispielsweise die Hashimoto Thyreoiditis dazugezählt werden

Jedoch gibt es klare Zeitansätze zur Abgrenzung von akuten Erkrankungen.
Chronisch krank bezeichnet einen Krankheitszustand, der länger als vier Wochen anhält.
Quelle: chronisch krank: Das bedeutet die Bezeichnung | FOCUS.de

Entstehung chronischer Erkrankungen

Es gibt sehr viele Faktoren, warum wir eine chronische Erkrankung entwickeln.
Die genetische Veranlagung ist ein großer Einflussfaktor. Dies bedeutet, dass eine bestimmte Erkrankung in einer Familie gehäuft beobachtet wird.
Allerdings gibt es auch die äußeren Faktoren, die vom Betroffenen selbst nicht bzw. nur eingeschränkt beeinflussbar sind. Hier drunter fallen Viruserkrankungen und Unfälle.

Die Wissenschaft sagt, dass wir trotzdem dazu beitragen können, eine

Chronische Erkrankung zu minimieren

Wir kennen sie alle, die Tipps, die dazu beitragen sollen, nicht krank zu werden.

  • Vermeiden von übermäßigem Alkoholkonsum
  • Rauchen aufhören
  • Bewegen, momentan wird gesagt ca. 10K Schritte am Tag
  • auf gesunde Ernährung achten

Doch manchmal können wir tun, was wir wollen und werden trotzdem krank. Ich habe es ja eben oben geschrieben, dann sind wir einfach dazu genetisch veranlagt. Vor allem bei Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck, Asthma spielen genetische Einflussfaktoren eine Rolle.

Die Diagnose

In den meisten Fällen merken wir, dass irgendetwas nicht mit unserem Körper passt. Wir gehen zum Arzt und dieser untersucht uns. Manchmal dauert es länger, manchmal geht es recht schnell, bis eine Diagnose gestellt wird.

Die Diagnosestellung kann für viele Betroffenen ein einschneidendes Erlebnis sein, vor allem wenn sie nicht damit rechnen. Es kann zu Veränderungen der eigenen Körperwahrnehmung, des Verhaltens und der sozialen Interaktion führen. Zukunftspläne werden infrage gestellt, die Lebensplanung auf den Kopf gestellt.

Und weißt du was? Das ist ganz normal!

Es ist okay!

Du darfst dir Gedanken machen. Du sollst Dir Gedanken machen, um einen Weg zu finden, wie Du mit der Erkrankung umgehst.

Die häufigsten chronischen Erkrankungen

In Deutschland sind am weitesten verbreitet:

  • Herzerkrankungen wie Bluthochdruck, Koronare-Herzerkrankung, Herzschwäche
  • Rücken-, Gelenks- und Knochenerkrankungen wie Arthrose oder Rheumatoide Arthritis
  • Atemwegserkrankungen wie Asthma Bronchiale, COPD
  • Schilddrüsenerkrankungen – Über- & Unterfunktionen
  • neurologische Erkrankungen wie Demenz, Parkinson, Epilepsie
  • Allergien wie Heuschnupfen
  • psychische Erkrankungen wie Depressionen, Schizophrenie
  • Magen-Darm-Erkrankungen wie z. B. Reizdarm, Colitis Ulcerosa
  • Krebserkrankungen unter anderem Brustkrebs, Prostatakrebs

Natürlich gibt es noch wesentlich mehr Erkrankungen, aber, es würde den Rahmen sprengen, wenn ich hier alle auflisten würde. Letztendlich kann jedes Organ in unserem Körper erkranken und eine chronische Erkrankung auslösen.

Quelle: chronische Krankheiten in Deutschland | vimedi

Chronisch Krank ..

..zu sein, ist keine Schande. Es kann auch Vorteile haben.
Klingt paradox, aber, ganz ehrlich? Wir haben so schon genug mit uns selber zu kämpfen, dass wir auch die kleinen Vorteile sehen müssen.

  • Du kannst bei Deiner Krankenkasse eine Zuzahlungsbefreiung beantragen bzw. auch etwas weniger bezahlen. Die Belastungsgrenze liegt bei chronisch kranken Patienten bei 1% der jährlichen Bruttoeinnahmen. (Alle anderen zahlen das doppelte)
  • je nachdem, wie sehr eingeschränkt du bist – kannst du auch eine Pflegestufe beantragen.
  • Was ich persönlich auf jeden Fall empfehle, ist eine Beantragung eines GDB (Grad der Behinderung).

Je nachdem wie Deine Pflegestufe und/oder Grad der Behinderung du zugesprochen bekommst, kannst Du hier nochmals Vorteile bekommen. Bei 50% GDB sind es z. B. neben der steuerlichen Entlastungen auch 2 Jahre früher Rente, eine Woche mehr Urlaub und Kündigungsschutz. Natürlich ist es alles sehr viel Papierkram und Bürokratie, aber auch hier kann die geholfen werden.

Die Hausärzte, Fachärzte, Rehakliniken oder auch Sozialverbände können die helfen, die Formulare auszufüllen und Wegzusenden.

Falls Du noch nicht darauf angesprochen wurdest, empfehle ich auch auf jeden Fall die Teilnahme des DMP-Programmes bei Deiner Krankenkasse. Dieses wird oftmals vom Facharzt/Hausarzt eingereicht.

In dem DMP Programm arbeiten viele verschiedene Ärzte aus versch. Fachrichtungen zusammen. Wir Patienten werden somit mit den neuesten Methoden behandelt, über Neuerungen, Diagnosen, therapeutische Schritte informiert. Außerdem bekommen wir Schulungen, Angebote, sowie auf Dich zugeschnittene Therapiepläne und Therapieziele.


Nun, ich hoffe, ich konnte dir ein wenig hilfreiche Informationen verschaffen und dir Mut machen.
Denn es ist so wichtig, dass du nicht aufgibst und Deinen Lebensmut nicht verlierst. Die meisten chronisch kranken Menschen können sehr viele Jahre glücklich und zufrieden leben. Denn unsere Medizin ist schon super weit und darauf sollten wir stolz sein.

Glaub an Dich und vertraue ♥

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